REPORTAGE

GPS-WM 2019

Vom 15.-21. September trifft sich die Weltelite im kommenden Jahr in Spanien


Die internationale Szene des GPS-Triangle-Fliegens fiebert dem September 2019 entgegen. Dann trifft man sich zur 5. Weltmeisterschaft auf der Model Flying Ranch in Tortosa, südlich von Barcelona. Hier ein erster Blick auf diese faszinierende Modellsportklasse.

Die Organisation der GPS-Triangle-WM 2019 liegt in den bewährten Händen des Schweizers Ueli Nyffenegger und seinem Team. Auf der eigens eingerichteten Website www.gpstrianglewm-2019.net wird laufend über die aktuell- sten Entwicklungen dieser bedeutenden Veranstaltung berichtet. Auch während der Weltmeisterschaft wird die Website täglich mit topaktu- ellen Informationen, Bildern, und Videos gefüllt. So können Interessierte weltweit an dem Geschehen teilhaben. Parallel dazu werden Social-Media-Kanäle bedient, um so eine maximale Aufmerksamkeit zu erreichen. Zuständig für die Informationen zeichnet AUFWIND-Chefredakteur Philipp Gardemin.

Im Vorfeld der WM finden vom 8. bis 13. September weitere GPS-Wettbewerbe statt. Für alle Teilnehmer eine gute Gelegenheit zu trainieren und sich auf das Gelände einzustellen. Die WM selbst startet dann am 15. September mit der Eröffnungs-Zeremonie. Am 16. September werden die ersten Durchgänge geflogen. Die Siegerehrung mit Abschlussbankett ist für den 21. September geplant.

Teilnehmen kann jeder, der sich mit der Weltspitze messen will. Geflogen wird in zwei Klassen: Scale/1:3 und SLS. In der "Scale/1:3"-Klasse ist jedes Modell zugelassen, das einem manntragenden Segelflugzeug nachgebildet ist. Gestartet wird im F-Schlepp. Das Modell muss in seinen Umrissen als Original klar erkennbar sein. Anhand von Zeichnungen des Herstellers müssen Dreiseitenansicht, die Höhen- und Breitenmaße des Rumpfes, die Wurzeltiefe der Tragfläche und die Spannweite nachgewiesen werden können. Der Modellmaßstab darf nicht größer als 1:3 sein, die Flächenbelastung darf maximal 115 g/qdm betragen, unabhängig vom gewählten Maßstab. In der "SLS"-Klasse, also der Klasse der selbststartenden Modelle, ist der Nachbaumaßstab frei und nicht begrenzt. Einzig das maximale Startgewicht, unabhängig vom Maßstab und der Flächenbelastung, darf 25 Kilogramm nicht überschreiten. Es sind nur elektrische Antriebe erlaubt: FES (Front Electric Sustainer), Impeller oder Klapp- beziehungsweise Einfahr- triebwerk. Beiden Modellklassen gemeinsam ist, dass das Mitführen von Gyros und Autopiloten untersagt ist. Auch dürfen Telemetriedaten nicht dazu verwendet werden, um ein Steuerkorrektursignal an das Modell zu senden. Die Telemetriedaten dienen der Ansage von Geschwin- digkeit, Höhe, Variometer und natürlich der GPS-basierten Positionserkennung beim Umfliegen des Dreieckskurses.

Ein GPS-Wettbewerb besteht aus mindestens drei zu wertenden normalen Durchgängen. Wobei von vier Durchgängen ein Durchgang als Speedflug-Runde zu fliegen ist. Die Speedflug-Runde wird vom Wettbewerbsleiter den Witterungsbedingungen entsprechend beim Briefing angesagt. Bei der SLS-Klasse wird keine Speedflug-Runde geflogen. Pro Durchgang werden die Piloten durch das Auswertesystem zufällig in gleichmäßige Gruppen eingeteilt. Die Anzahl der Wettbewerbsteilnehmer bestimmt sowohl die Gruppengröße, wie auch die Anzahl der Gruppen. Eine Gruppe besteht aus mindestens drei, aber maximal 15 Piloten. Der offizielle Flug startet, indem der Pilot die Startlinie unterhalb der vordefinierten Starthöhe und mit einer Geschwindigkeit von maximal 120 Stundenkilometern überfliegt. Nun gilt es, innerhalb der 15 Mi- nuten Rahmenzeit das Dreieck mit 2,4 Kilometern Umfang so oft wie möglich zu umrunden. Unter www.gps-triangle.net ist das aktuelle und detaillierte Regelwerk zu finden.

Weitere Informationen zur WM, dem Team vor und hinter den Kulissen, den Schlepp-Piloten und natürlich den Teilnehmern gibt es in den nächsten Ausgaben von AUFWIND.


Die Model Flying Ranch in Spanien bietet das perfekte Umfeld zur Ausrichtung der WM 2019. Die Betreiber bauen das Gelände immer weiter aus


Infrastruktur, Weitläufigkeit und die thermischen Bedingungen des Geländes sind ideal zum GPS-Triangle-Fliegen


Ueli Nyffenegger ist Mitbegründer der gesamten GPS-Szene und fliegt natürlich selbst erfolgreich mit


GPS-Triangle wird mit großen und vorbildgetreuen Hochleistungsmodellen geflogen. Hier ein Teil des Starterfeldes der WM 2017 in Gruibingen


Die Schweizer Powerschlepper - hier Walter Kalberer - werden für die kräftigen Schlepps sorgen


GPS-Triangle-Fliegen ist vor allem Teamsport, Spannung und Faszination - hier mit Daniel Aeberli und Holger Genkinger bei der WM 2017 in Gruibingen


Auf einem Tablet-Computer werden dem Piloten und seinem Helfer die Flugbahn des Modells und die Lage des Dreiecks angezeigt


Die Modelle der SLS-Klasse starten mit Klapptriebwerk, Impeller oder Nasenantrieb (FES)




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Diesen Beitrag und noch viel mehr finden Sie in AUFWIND Ausgabe 6/2018

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