|
Eine „Piper J3“ mit 2,7 Metern Spannweite und ein „Fieseler Storch“ mit 3,5 Metern sind heutzutage eigentlich nichts Besonderes im Scale-Motorflug mehr. Es sei denn, die Bausätze dieser Modelle kommen aus Italien und werden von Paolo Severin aus Padova angeboten.
Denn Paolo Severin stellt die beiden Flugzeugtypen in so genannter „Museum-Scale“-Qualität her. Kern dieser Qualitätsstufe ist, dass die Konstruktionen exakt nach Originalplänen der Flugzeuge gemacht wurden und die Hauptstrukturen aus Stahlrohren hergestellt werden – eben ganz wie die Originale. Paolo berichtet, dass er durch diese Bauweise sehr viel Gewicht sparen kann. Der „Fieseler Storch“ beispielsweise wiege in herkömmlicher Bauweise an die 17 Kilogramm, sein Scale-Modell aber nur 11,5 Kilogramm. Mit der Stahlrohrbauweise einher gehe auch eine wesentlich größere Stabilität und Beständigkeit. Auch seien die Reparaturen einfacher.
Der „Fieseler Storch“ ist im Maßstab 1:4 konstruiert, hat dementsprechend 3.542 Millimeter Spannweite und 2.400 Millimeter Länge. Als Fluggewicht gibt Paolo Severin 11,5 Kilogramm an. Zur Motorisierung empfiehlt er einen „Laser 300”-Viertaktmotor oder ein elektrisches Pendant. Die „Piper J3 Cub“ ist ebenfalls im Maßstab 1:4 konstruiert. Das Modell hat damit 2.680 Millimeter Spannweite und ist 1.780 Millimeter lang. Als Fluggewicht werden 6,5 Kilogramm angegeben und zur Motorisierung werden Viertaktmotoren von 20 bis 27 Kubikzentimeter empfohlen. Dass sich diese „Piper J3 Cub“ natürlich hervorragend auch mit vergleichsweise geringem Aufwand elektrifizieren lässt, steht außer Frage.
Beiden Modellen gemein ist der weit vorbereitete Lieferzustand: So sind die pulverbeschichteten Stahlrohrkonstruktionen von Rumpf und Leitwerken bereits verschweißt und ausgerichtet. Ausgebaut werden die Teile mit CNC-geschnittenen Holzteilen. Die Tragflächen werden aus CNC-Teilen in Holzbauweise aufgebaut. Zum Ausbau der Cockpits liegen Instrumen- tenbrett und Sitze bei. Die Cockpittüren lassen sich vorbildgetreu öffnen und die Streben sind stromlinienförmig. Selbst bei den Verschraubungen achtet Paolo Severin auf eine größtmögliche Vorbildtreue. Alle benötig-en Holzwerkstoffe liegen den Modellen bei, ebenso gerollte Baupläne in Farbe und Scale-Räder. Die Bauanleitungen der Modelle sind in italienischer Sprache abgefasst, aber mit so vielen Detailfotos und Tipps versehen, dass sich der Bau auch ohne Kenntnisse der italienischen Sprache nachvollziehen lässt. So ist selbst das Bespannen der Stahlrohrkonstruktionen sehr ausführlich dargestellt. Auf der Internetseite werden die Anleitungen zum Download angeboten.
Für den „Fieseler Storch” gibt Paolo Severin einen Preis von 2.925 Euro an, für die „Piper Cub“ 1.940 Euro – jeweils zzgl. Steuern. So genannte „Light”-Versionen werden auch angeboten und kosten entsprechend weniger. Weitere Informationen und viele weitere Details können auf der Internetseite eingesehen werden. Paolo Severin spricht ein wenig Englisch und ist erreichbar unter Tel.: 0039/049/8800329 E-Mail: paolo.severin@pallino.it www.paoloseverin.it
|
|