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Gibts denn
sowas heute noch, dass ein deutscher Kleinhersteller seine eigenen Modelle
konstruiert, baut und vertreibt? Das gibts! Richter Modelltechnik
in Mainleus produziert mit viel Liebe zum eigenen Hobby einige Kleinmodelle
für Modellflieger die wissen, dass Spaß und Adrenalin nicht
unbedingt was mit der Modellgröße zu tun haben (und auch
der Saldo am Saisonende sieht mit "klein", "kompakt",
"handlich"und "immer dabei" wahrscheinlich besser
aus). Vor allem als langjähriger "Handlaunscher"wird
man von den Richter-Modellen gleich angesprochen, denn auch die "No.
2", um die es hier geht, steht immer aufgebaut im Zimmer oder im
Auto neben den SALs. Allerdings ist das auch die einzige Gemeinsamkeit,
denn 700 Gramm leer und 1.100 Gramm ballastiert lassen schon auf ein
völlig anderes Flugverhalten schließen. |
Mit "No. 2"in den Frühling - letzte
Schneereste im Allgäu beim Fotoshooting mit Alexander Wunschheim.
Meine "Nummer Eins" Wie schon angedeutet, ist der Probant kein Wiesenschleicher. Schon bei den ersten Einsätzen in Fiss und im Allgäu war klar, dass in Sachen Profil eine geheime Eigenentwicklung des Herstellers, die auch beim Speedmodell "Rudi" Einsatz fand auf ein sehr flottes Muster zugegriffen wurde. Da ist ganz schön Musik drin. An kleinen Hängen heißt das: immer schön die Augen offenhalten! Man kann natürlich auch langsam fliegen, aber dem sind durch Profil und Flächenbelastung Grenzen gesetzt. Also wenn nix geht, besser den SAL rauspfeffern. Die "schnelle Nummer" ist mehr was für die "Glaubensgemeinschaft Tiefenruder" für windigere Tage. Ganz besonders mit Blei im Bauch. Danach hungert das Teil förmlich wenn sich die Bäume biegen. Also geben wir ihm Futter und zwar richtig! Die Erstfütterung fand im Sommer an der Krete von Hanstholm statt. O.k., das Allgäu hat größere Hänge, aber bei 6 Windstärken mit unverwirbelter Meeresbrise gelten andere Gesetze. Es geht gut, es geht sogar sehr gut. Aber man sollte sich immer im Klaren sein: diese Adrenalinspritze ist ein Geschoss! Hier ist Verantwortung gefragt, vor allem wenn andere mit an der Kante stehen. Mit "vollem Bauch" (400 g) wird das ganze auch deutlich träger die Radien größer. Bei Full-Speed werden die Ruderreaktionen wieder direkter dann darf man aber nicht einmal blinzeln! Also: bei Wind an der Kante in Augenhöhe sollte man gut gefrühstück haben! Meine Empfehlung: erst mal ohne Ballast und an größeren Hängen an das Teil gewöhnen, Ballast langsam Steigern und an das unglaubliche Speedpotenzial rantasten. Für Einsteiger und unsichere oder nervenschwache Piloten ist dieses Teil weniger geeignet. Dafür wird sich der Könner kaum mehr einfinden vor Freude jedenfalls ist die "Nummer Zwo" momentan meine "Nummer Eins"! Horst
Kropka
Alles schon
eingebaut! Die "No. 2"ist als Baukasten in verschiedenen
Ausbaustufen bis hin zum flugfertigen Modell zu haben. Oben Rumpfboot
mit (Aufsteckkonus), unten Flächenservos mit Hutzen. Saubere
Lackierung der Holzteile.
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