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Endlich gibt
es wieder einen Salto mit 2,5 Metern Spannweite, dessen
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Das dünne HN-805-Profil macht die
Tragflächen sehr filigran. Jedoch haben sie durch den Kohleholm
eine enorme Steifigkeit.
Nachdem nun alle Einbauten erledigt sind und der fünfzellige 1.700er-Akku in der Rumpfspitze Platz gefunden hat, wird erstmals der Schwerpunkt eingemessen. Hoppla! In der Anleitung wird dieser mit 40 mm hinter der Nasenleiste angegeben. Bei allem Respekt, dass dieser irgendwie gar nicht passen kann, war sofort klar: Er läge damit knapp im ersten Viertel der Flächentiefe. Die wohl gröbste Rechnung, aber in den meisten Fällen doch zutreffend, ist, den Schwerpunkt auf 1/3 der Flächentiefe zu legen. Hier wären das rund 57 mm. Es wird schon schief gehen... Und es ging schief! Zum Erstflug wurde der kleine Salto auf das Huckepackgestell auf die Skywing meines Vaters geschnallt. Das Wetter war gut, die Akkus geladen aber die Spanngummis des Huckepackaufsatzes marode. Wieder sind es die Kleinigkeiten, an denen man scheitert. Am nächsten Tag, alle notwendigen Komponenten waren überprüft und auf den neuesten Stand gebracht, ein erneuter Versuch. Mit viel Kraft zieht die Schleppmaschine nach oben. Das Fluggewicht des kleinen Salto von 1.400 g spürt der Schlepper nicht. In rund 200 Metern Höhe dann der Abwurf: Der Salto zieht leicht nach oben. Und was nun folgt, ist kaum in Worte zu fassen: Irgendetwas löst sich vom Modell, der Salto fängt an zu trudeln. Wie ein Stein geht er unsteuerbar, fast senkrecht nach unten. Es gelingt mir, später weiß ich nicht mehr wie und warum, den Salto in eine gerade Flugbahn zu bringen. Rückenwind, na super, aber jetzt noch Gegendrehen? Nein, das will ich nicht riskieren. Im höheren Gras am Platzende setzt das Modell auf. Genau so stellt man sich den Erstflug eines neuen Modells vor. Ein Graus! Aber was ist eigentlich passiert? Was habe ich falsch gemacht? Die Lösung ist schnell gefunden: Durch die Vibration der Schleppmaschine löste sich der Kabinenschiebeverschluss. Die Haube klappte seitwärts auf und die nur eingelegte Cockpitwanne nahm einen eigenen Weg nach unten. Die offene Haube wirkte wie eine Bremsklappe und der Salto wurde so langsam, dass ein Strömungsabriss dem nächsten folgte. Erst durch das Zuklappen der Haube kurz vorm Boden, war der rettende Geradeausflug möglich. Nachdem ich, neben meinen Nerven, auch die Cockpitwanne wieder gefunden hatte, wollte ich unbedingt einen erneuten Flug wagen. Die Haube, mit Tesaband gesichert, sollte bei diesem Flug geschlossen bleiben. Nach dem Abwurf in sicherer Höhe der erste Normalflug. Doch auch dieser Flug war alles andere als sicher. Verliert das Modell auch nur annähernd an Fahrt, fällt es über die Fläche weg. Nein, da konnte einfach etwas nicht passen. Aber was? Im Diskussionsforum von RC-Network.de, im Austausch unter Kollegen, bestätigte sich die Vermutung: Der Schwerpunkt lag noch zu weit vorne, einer der Kollegen hatte ähnliche Erfahrungen mit dem Modell gemacht. Bei 63 mm sollten die Flugeigenschaften wesentlich besser sein. Das Hochstellen der Querruder um 1 mm wirkt wie eine Schränkung und verringert die Gefahr des Abkippens im Langsamflug. Gerade bei so schmalen Flächen ist das sehr hilfreich. Unter diesen neuen Voraussetzungen lief der kleine Salto dann, wie ich es mir von Anfang an gewünscht hatte. Er nimmt Thermik sehr gut an, hat stabile Kreisflugeigenschaften und liebt die etwas zügigere Gangart. Zu langsam sollte man ihn nicht machen, denn lässt die Leistung nach, riskiert man das schon beschriebene Abkippen über die Tragflächen. Auch die Wirkung der Seitenruderfunktion ist deutlich zu spüren. Damit lassen sich butterweiche Kurven fliegen, ohne groß an Höhe zu verlieren. Zur Landung ist es sinnvoll, die Querruder noch weiter nach oben zu fahren (6 mm) um das Modell in stabiler Fluglage weich aufzusetzen. Nach etlichen Flügen in der Ebene kam dann der erste Einsatz am Hang. Mit einem kräftigen Wurf ging es über die Kante des Südhangs der Wasserkuppe. Der Wind war mäßig, die thermischen Verhältnisse eher gering, aber es trug. Nach einigen Runden waren die ersten schnellen Vorbeiflüge möglich, gefolgt von Kunstflugversuchen. Der Salto zieht bei ordentlich Fahrt sauber durch die Rolle. Auch Rückenflug ist mit gedrücktem Tiefenruder möglich. Dank der guten Seitenruderwirkung gelingen saubere Turns. Der Salto will geflogen werden, man muss ihn laufen lassen um seine volle Leistung auszuschöpfen. Aufgebleit mit 200 g ist ein noch besseres Flugverhalten festzustellen. Nach einem Abschwung wird die Fahrt in ordentliche Höhe umgesetzt. Aber auch in der Thermik scheint das Mehrgewicht nicht zu stören. Der Salto erreicht zwar nicht die Leistung eines 2,5-m- Zweckmodells, kommt diesen aber sehr nah und sieht auch noch viel besser aus. Und das Flugbild wiegt die Einbußen absolut auf. Mit ein wenig RC-Equipment und rund fünf Stunden Zeit bekommt man einen faszinierenden Segler in die Luft. Der Salto überzeugt in seiner Fertigungsqualität und Vorfertigung. Er setzt neue Maßstäbe in der 2,5-m-Scale-Klasse. Wichtig sind die Kontrolle der Kabinenverriegelung sowie ein Schwerpunkt ab 60 mm hinter der Nasenleiste. In der Thermik, am Hang, bei schwachem aber auch starkem Wind, ist das Modell nicht nur optisch sondern auch fliegerisch ein Genuss. Laufen lassen ist die Devise. Nur langsam ist man schneller unten. Klaus
Löcker
Der Salto
ist ein Klassiker! War das Holz/GFK-Modell von WiK schon ein Hit, verspricht
auch diese Voll-GFK-Version ein Erfolgsmodell zu werden.
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