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Nachdem ich in den vergangenen Jahren ein paar HLG geflogen habe und nun die Weiterentwicklung vom HLG zum SAL (Side-Arm-Launch) zu beobachten war, entschloss ich mich, einen Schleudersegler dieser Art auszuprobieren. Die bei Fliegerkollegen gesehenen Ausgangshöhen und Flugleistungen hatten mich fasziniert. Als aktiver F3J-Pilot war mir klar, dass ich kein Schalentier suchte. Bei einem Besuch der Firma HKM sah ich dann das Objekt meiner Begierde: Mit Sputnik hatte ich genau das Modell gefunden, das ich mir vorgestellt hatte. Eine optische und bautechnische Augenweide mit einem hohen Vorfertigungsgrad. Das Modell hat eine
zweiteilige, von oben auf den Rumpf aufzuschraubende Rippenfläche
mit einer Kohle-Kevlar-D-Box. Die bereits rot bebügelten Flächenteile
werden mit einem 5-mm-Kohlefaserstab zusammengesteckt. Besonders hervorzuheben
ist die exzellente Anlenkung der Voll-Flaps an der Fläche, für
die ein Kevlarband als Elastic-Flap eingesetzt wurde. Damit sind die
Neutralstellungen sehr präzise. Zur Versteifung der Flaps wurde
noch ein Kohlerohr eingesetzt. An der linken Flügelseite, an der
die Befestigung der Fläche an den Rumpf erfolgt, ist eine 30-mm-breite
Kohlefaserrippe gefertigt worden. Auch die Steckung des Flügels
ist vom Hersteller bereits eingebaut. Da stellt sich doch die Frage,
was überhaupt noch zu tun ist: Die beiden Kabel für die Servos
sind einzuziehen, was mithilfe eines Stahldrahts problemlos funktioniert.
Dann müssen die Servos eingebaut werden. Ich habe mich für
die C-1081 von Graupner entschieden, da sie stark und klein
genug sind. Die Ruderhörner für die Flaps sind nach dem Servoeinbau
einzukleben. Die Anschlusskabel sollten nun lose aus den dafür
vorgesehenen Bohrungen geführt und bei jedem Auf- und Abbau zusammengesteckt
werden, was mir persönlich aber doch missfallen würde. Daher
habe ich mich für folgende Variante entschieden: Ich habe die Kabelenden
mit einem Steckerpaar miteinander, und den Flügel ebenfalls auf
diese Art und Weise mit dem Rumpf verbunden.
Kommen wir zum Rumpf:
Seiten- und Höhenleitwerk sowie -ruder sind mit GFK beschichtet.
Die Seitenruderflosse ist fest am Rumpf befestigt. Hier muss nur noch
das Ruderhorn angebracht werden, was auch für das Höhenruder
gilt. Das Höhenleitwerk wird auf einen mit Kohlefaser verstärkten
Sockel aufgeschraubt und ist abnehmbar. Die Bowdenzüge für
Höhen- und Seitenruder müssen noch in den Rumpf eingeführt
werden. Hierbei empfiehlt es sich, das Austrittsloch mittig aus dem
Kohlefaserrohr unterhalb des Höhenrudersockels zu fräsen.
Mehr aus persönlicher Vorliebe denn aus Notwendigkeit nahm ich ein paar Verbesserungen vor: Zwei auf die Vorderkante der Unterseite der Seitenruderflosse auflaminierte Kohlerovings sollen für eine längere Lebensdauer der Flosse sorgen. Bezug bei:
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Die im Text erwähnte Steckverbindung der geteilten
Tragfläche und zum Rumpf
Leider drückt durch das Schleudern der Mittelfinger auf der Unterseite der Fläche eine Vertiefung in die Folie. Ein Balsaklotz vom Hersteller würde hier sicherlich für Abhilfe sorgen. Sehr zu meiner Freude will Willi Helpenstein, Inhaber von HKM, dem Hersteller des Sputnik die Verbesserungen ans Herz legen. Die Querruder werden zum Schleuderstart mit dem Dreiwegeschalter um 1 mm nach oben gestellt. Außerdem habe ich mit dem Dreiwegeschalter auch eine Thermik-Stellung (1,5 mm nach unten). Dadurch wird das Modell langsamer und erleichtert dem Piloten so das Erkennen thermischer Blasen. Mit einem kleineren Querruderausschlag lässt sich Sputnik schön rund, aber durchaus eng kreisen und ohne Hektik fliegen. Das flache Kreisen führte mich auch schon bald in den ersten Bart, der das Modell auf ca. 100 Meter steigen ließ. In dieser Höhe angekommen, wollte ich natürlich auch gleich die ersten Kunstflugfiguren ausführen. Mit größeren Querruderausschlägen erstaunte es mich, wie schnell der Sputnik rollt. Auch Rückenflug, Abschwung und selbst Rechts-Links-Kombinationen lassen die Begeisterung für dieses Modell wachsen. Es ist wirklich ein faszinierendes Modell, das meine Erwartungen voll und ganz erfüllt. Dieter Rybold
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Diesen Beitrag und noch viel mehr finden Sie in AUFWIND Ausgabe 4/2003 Das komplette Inhaltsverzeichniss 4/2003 Zur Heftbestellung bitte hier entlang. © AUFWIND 2003 |