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Made in Germany

Heizkoffer - damit es den LiPo-Akkus nicht kalt wird


Die Heizkoffer werden in Deutschland gefertigt und in zwei Größen angeboten

Die Entladerate sinkt bei kalten LiPo-Akkus deutlich. Wer also auch im Winter konstante Leistung in seinen Elektromodellen möchte, der sollte sich mal die LiPo-Heizkoffer von Thorsten Rauber anschauen.

Thorsten Rauber ist begeisterter Elektro- und Segelflieger, er sagt: "Vermutlich hat jeder von uns, ob Freizeit- oder Wettbewerbspilot schon Unterschiede in der Antriebsleistung seiner Elektromodelle bemerkt. Unabhängig ob er nun im Hochsommer oder im Herbst/Winter fliegt."

Der Grund dafür ist, dass sich bei den Lithium-Polymer-Akkus die Beweglichkeit der Ionen verringert, sobald es kühler wird. Auch der Innen- widerstand der Zellen wird bei geringeren Temperaturen immer größer. "Die optimale Nutzungstemperatur von LiPo-Akkus liegt bei 40 °C", sagtThorsten Rauber und erklärt: "Bereits bei Temperaturen unter 20 °C ist der Leistungseinbruch schon deutlich spürbar."

Je weiter die Temperatur sinkt, desto weiter sinkt auch die Entlade C-Rate der Akkus. Bei 10 °C bleibt gerade noch eine Entladerate von 50 Prozent übrig. Werden die Akkus dann belastet, kommen die Zellen schnell in Unterspannung. Dies schadet der inneren Zellstruktur, verkürzt die Lebensdauer und bläht die Akkus auf. Auf der Internetseite www.heizkoffer.de ist auch ein Logfile zu sehen das verdeutlicht, welche Auswirkung die Temperatur auf die Akkus hat.

Thorsten Rauber hat sich seinen eigenen Heizkoffer gebaut, um seine Akkus stets vorheizen zu können. Die Vereinskollegen waren begeistert, schnell sprachen sich die Vorteile herum. Dies alles mündete schließlich in der hauseigenen Kleinserienherstellung der Heizkoffer in zwei verschiedenen Größen. Für diejenigen, die sofort und überall ihren Heizkoffer betreiben möchten, bietet der findige Unternehmer zusätzlich ein "Sorglos-Paket" an. Dort ist dann alles enthalten, um die Wärmekette von der Werkstatt bis hin zum Flugplatz nicht unterbrechen zu müssen. "Passendes Netzteil für zuhause, ein Adapter für den Zigarettenanzünder und ein Versorgungsakku (3s-LiPo, 5.000 mAh). Die Isolierung besteht aus zehn Millimeter starken, alubeschichteten Platten. Damit der Koffer gut gegen die Kälte des Untergrunds geschützt ist, wird die Bodenplatte serienmäßig doppelt isoliert. Ein kleiner Lüfter auf der Heizplatte sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Wärme.

Versorgt werden können die Heizkoffer entweder von außen über zwei 4-mm-Buchsen oder innenliegend über einen 3s-LiPo. Die komplette Elektronik und auch die Heizplatte befinden sich im Deckel. Somit kann der gesamte Platz im Unterteil gut für Akkus genutzt werden. Die Steuereinheit bietet ein großes, gut lesbares Display außerhalb des Koffers, das konstant die aktuelle Temperatur im Inneren des Heizkoffers anzeigt. Die gewünschte Temperatur kann über das Steuergerät geändert werden. "Im Auslieferzustand sind die Heizkoffer auf optimale 40 Grad eingestellt", berichtet Thorsten Rauber. Er hat die Steuerung so programmiert, dass die Heizung bei Erreichen der gewünschten Temperatur abgeschaltet wird. Fällt die Temperatur um einen Grad, so schaltet sie wieder ein.

Thorsten Rauber fasst zusammen: "Ein großer Vorteil des Vorheizens von Akkus ist, dass die vom Hersteller angegebenen Entladeraten tatsächlich der Realität entsprechen, dass man lange Freude mit seinen Akkus hat und die Leistung der Antriebe konstant ist."


Fakten

Heizkoffer groß:

Eingangsspannung 11-14 V
Max. Stromaufnahme 3 A
Leistung 36 W
Außenmaße 46 x 35,5 x 17 cm
Nutzfläche innen 42 x 30 x 7 cm
Gewicht 2.680-3.210 g
Preis ab 184,- Euro

Heizkoffer klein:

Eingangsspannung 11-14 V
Max. Stromaufnahme 2 A
Außenmaße 33,5 x 24,5 x 17,5 cm
Nutzfläche innen 28 x 20 x 7 cm
Leistung 24 Watt
Gewicht 1.745-2.070 g
Preis ab 144,- Euro

Bezug bei Thorsten Rauber, Tel.: 0162/4136078, www.heizkoffer.de


Der kleine Heizkoffer (Bild) bietet 28 x 20 Zentimeter Nutzfläche und hat sieben Zentimeter Höhe


Über die Bedieneinheit lassen sich die Parameter einstellen und überwachen


Der kleine Lüfter verteilt die Wärme gleichmäßig im Inneren


Für beide Koffer, hier die große Ausführung, gibt es ein Schutzgitter und eine GFK-Befestigungsplatte für die LiPo-Akkus als Option


Im Vergleich gut zu sehen: Der auf 40 °C temperierte Akku erreichte Stromspitzen von 72 Ampere (oben). Bei nur 14 °C waren es lediglich 56 Ampere, da hier sofort die Spannung eingebrochen ist. Quelle: Heizkoffer.de



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